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Maria Lindenhof

Einweihung der Geschichtsstation und Gedenken an das Wirken der Barmherzigen Brüder von Montabaur in der Heil- und Pflegeanstalt Maria Lindenhof.

Nationalsozialistische Ideologie. Euthanasie. Ermordung kranker, pflegebedürftiger Mitbürger.

"Das Schicksal der letzten Kranken … ist ungewiss. Es heißt zwar, daß sie auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt oder auch einfach nach Hause geschickt wurden, doch ist anzunehmen, daß viele von ihnen in den nächsten Jahren von den Nationalsozialisten ermordet wurden", (J.Ulfkotte).

Volkstrauertag, 18. November 2001

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"Bleib' stehen und erhebe Klage!"  - Bürgermeister Lütkenhorst ruft mit dieser Grabinschrift aus der griechischen Antike zum Gedenken an das segensreiche Wirken der Barmherzigen Brüder von Montabaur auf.

Aus Montabaur angereist: Bruder Stephan (Bildmitte) und Bruder Probus (rechts im Bild), der Schulgemeinde des Petrinums seit Jahren wegen der Patenschaft für die schlichte Gedenkstätte dankbar verbunden, gedenken ihrer 28 Brüder, die hier ruhen.

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Maria Lindenhof - Das Gelände der früheren Heil- und Pflegeanstalt "Marias Hof bei den Linden", in der um 1925 mehr als 500 Kranke betreut wurden,  wird heute vom Gymnasium Petrinum, von der Volkshochschule, vom Erlebnis- und Spaßbad genutzt.

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Anstalt Maria Lindenhof
Vorderansicht (Süd-Osten)

Bilder

Doktorhaus

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Entwurf/Aufstellung,
Layout/Design.

Die Gestaltung der Geschichtsstationen findet in der Bürgerschaft viel Anerkennung.

Der
Lions Club Dorsten-Hanse nennt daher dankbar seine Partner:

Frau Annegret Tüshaus von der Agentur Werbe service (Do., Borkener Str. 50b),

Elmar Figgener, Dipl.Ing., Architekt (Dorsten, Recklinghäuser Str. 10),
Lions Club Dorsten-Hanse.

 

1887

Die Barmherzigen Brüder von Montabaur errichten für männliche Epileptiker eine Heil- und Pflegeanstalt, die sie: „Marias Hof bei den Linden“ nennen. Um 1925 werden hier mehr als 500 Kranke betreut.

Pablo Picasso malt für den spanischen Pavillon auf der Weltausstellung in Paris das Bild „Guernica“.

1937

Die Nationalsozialisten zwingen die Barmherzigen Brüder zur Aufgabe ihrer Anstalt in Dorsten. Viele Papienten werden Opfer der nationalsozialistischen Tötungspolitik.

 

 

Der Provinzialverband Westfalen übernimmt Maria Lindenhof und richtet darin das erste Fürsorgeheim in Westfalen ein. Hier werden Kinder und Jugendliche im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung erzogen.

Deutsche Truppen besetzen Frankreich.

1940

Die Gebäude werden von der Wehrmacht als Lazarett genutzt.

Japan kapituliert nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki.

1945

Nach dem 2. Weltkrieg werden in den Gebäuden vorübergehend ehemalige Kriegsgefangene, Fremdarbeiter und deutsche Flüchtlinge untergebracht.

 

 

Im Bereich Maria Lindenhof entstehen von 1960 an u.a. das Hallenbad, das Bildungszentrum und das Gymnasium Petrinum.

Der Sowjetunion gelingt
mit LUNA IX die erste weiche Mondlandung.

1966

Die letzten Gebäudeteile der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt der Barmherzigen Brüder werden abgerissen.

Die Siegermächte des
2. Weltkrieges stimmen der Wiedervereinigung Deutschlands zu

1990

Ein Teil des ehemaligen Friedhofes der Barmherzigen Brüder wird in eine Gedenkstätte umgewandelt, die an die 50jährige Tätigkeit des Ordens in Dorsten erinnert.

 

2001

Auf dem Gelände entsteht ein Erlebnis- und Spaßbad.

 

 

 

 

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