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Station Ruhrgas

 

Kohleveredelung.

In Dorsten entsteht im räumlichen Verbund mit der Schachtanlage Fürst Leopold-Baldur die erste Anlage, die unter hohem Druck aus Steinkohle Gas erzeugt.

 

 

Fotos: Ruhrgas-Archiv

 

1949

Auf Initiative der "Ruhrgas AG" beginnen auf dem Gelände der "Ruhrchemie" in Oberhausen-Holten erste Versuche zur Vergasung heimischer Stein­kohle. Dabei erzielte die in Dorsten geförderte Gasflammkohle die mit Abstand besten Werte.

Der Vorstand der "Ruhrgas AG" beschließt die Gründung der "Steinkohlengas AG".

1953

In Dorsten entsteht im räumlichen Verbund mit der Schachtanlage Fürst Leopold-Baldur die erste Anlage, die unter hohem Druck aus Steinkohle Gas erzeugt. Nach nur 1½-jähriger Bauzeit können die ersten Anlagen im Juli/August 1955 in Betrieb genommen werden.

Zur Erzeugung von Kokerei-Austauschgas werden bis 1966 insgesamt 4 Mio t Rohkohle von der Schachtanlage Fürst Leopold-Baldur veredelt. Die im Vergasungsprozess anfallende Asche (ca. 0,9 Mio t) ist ein gefragter Reststoff zum Aufbau und zur Verfestigung von Dämmen. Zu den Kunden des Dorstener Werkes gehören Abnehmer aus ganz Europa.

 

1966

Aus wirtschaftlichen Gründen - der  Einstandspreis für Kohlehatte sich bis zu diesem Zeitpunkt verfünffacht - wird die Kohledruckvergasung in Dorsten eingestellt. Die Auflösung der "Steinkohlengas AG" erfolgt 1967.

Die Bundesrepublik bezieht Erdgas aus den Niederlanden.

1968

Um die technischen Voraussetzungen für die Umstellung von Kokereigas auf Erdgas zu schaffen, errichtet Ruhrgas auf dem Gelände ein Forschungs- und Entwicklungszentrum.

Deutschland schließt mit der UDSSR ein Abkommen über die Lieferung von Erdgas.

1973

Die hier entwickelte "Ruhrgas-Sommers-Methode", die eine flexible Einstellung der Brenner von Gaskesseln ermöglicht, gelangt in ganz Europa zur Anwendung.

Die Bundesrepublik wird mit Erdgas aus Norwegen versorgt.

1977

 

 

1990

Ruhrgas nimmt eine Laborapparatur zur Messung der Gasdichte in Betrieb, die  zu den genauesten der Welt gehört. Die ersten Brennwertkessel mit einem besonders schadstoffarmen, am Standort Dorsten entwickelten Gasbrenner kommen auf den Markt.

 

1992

Erstmalig in Deutschland wird eine 200-KW-Brennstoffzellenanlage in Betrieb genommen.

 

1993

Zur exakten Kalibrierung von Gaszählern steht der Hochdruckprüfstand "pigsar" zur Verfügung, der aufgrund seiner hohen Qualität ab 1999 nationales NORMAL für Hochdruckerdgas wird.

 

2001

Ein neues Mess-System zur Ermittlung des Brennwertes von Erdgasen mit Miniatursensoren wird vom Fachverband "Sensorik" mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

 

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