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Station:
St.Agatha-Kirche

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In dem neuen Kirchenbau aus Beton sind die Trümmer der 1945 zerstörten Kirche eingegossen.

Kaiser und Papst ringen um die Vormachtstellung in der westlichen Christenheit.

11. Jh.

Das Stift Xanten gründet die erste Kirche in Dorsten, die wahrscheinlich an der Ecke Bauhausstiege/Wiesenstraße stand.

Bis 1721 hatte der Propst von Xanten das Recht, die Pfarrstelle zu besetzen. Die Kirche gehörte bis 1821 mit dem Vest Recklinghausen zum Erzbistum Köln, danach zum Bistum Münster.

 

13. Jh.

An der heutigen Stelle wird eine kreuzförmige Kirche erbaut, später zur gotischen Hallenkirche erweitert und in der Folgezeit mehrfach durch An- und Umbauten verändert.  Schutzpatron der Kirche ist Johannes der Täufer, später St. Agatha. Der romanische Taufstein aus dem 13. Jh. Steht heute in der Turmkapelle.

 

1488

An die Pfarrkirche wird die Magdalenenkapelle angebaut. Der Magdalenenaltar ist heute im Seitenschiff der Kirche angebracht.

Martin Luther formuliert seine Kritik an der Kirche in 95 Thesen und löst damit die Reformation aus.

1517

Die Reformation findet in Dorsten keine größere Beachtung.

Der portugiesische Seefahrer Fernao de Magalhaes (span. Magallanes) umsegelt die Welt.

1520

Ein Hochaltar mit flämischen Schnitz- und Malerarbeiten bereichert die Innenausstattung der Kirche.

Der englische Schriftsteller Daniel Defoe verfasst seinen Roman „Robinson Crusoe“.

1719

Der Brand der Stadt beschädigt den Kirchturm erheblich und zerstört die Glocken. 1732 werden drei neue Glocken in Dorsten gegossen, die noch heute zum Kirchengeläut gehören, das man 1963 um zwei weitere Glocken ergänzt.

 

1945

Alliierte Luftangriffe zerstören die Kirche vollständig. Die im Turm eingelagerten Kunstgegenstände und das Pfarrarchiv werden ein Opfer der Flammen.

Die Bundesrepublik Deutschland und Israel vereinbaren Wiedergutmachungszahlunge n für die
Judenverfolgung in der NS-Zeit.

1952

Am 7. Juli weiht der Bischof von Münster die heutige Kirche ein. Der damalige Pfarrer, Propst Westhoff, hatte sich früh für den Bau einer neuen Kirche eingesetzt, die der Architekt Otto Bongartz verwirklicht. In dem neuen Kirchenbau aus Beton werden die Trümmer der zerstörten Kirche eingegossen.

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Die Kirchengemeinde St. Agtha feiert ein besonderes Kirchweihfest.

Mitten in der Stadt -
Mitten im Leben.

Vom 29. Juni 2002 (Peter und Paul) bis zum 7. Juli gedenkt sie in einer eigenen Festwoche der Weihe der neu errichteten St. Agatha-Kirche und macht gleich zu  Beginn der Stadt Dorsten die neue Geschichtsstation vor ihrer Tür zum Geschenk.

"Es geht um die Menschen, die in diesem Raum ihren Glauben feiern, es geht um die Menschen, die mitten in der Stadt leben und die St. Agatha-Kirche und die Gemeinde von außen wahrnehmen", (Jubiläums-Pfarrbrief).
Siehe auch   www.st-agatha-dorsten.de

Vor dem Eingang an der Recklinghäuser Straße.

Zum Kirchweihfest ist der Kirchenraum festlich geschmückt.

Sehenswert – neben der spezifisch kirchlichen Ausgestaltung  - die Ausstellung   „Aus den Trümmen Wiederaufbau mitten in der Stadt“
Hier sind kaum gezeigte Dokumente zusammengetragen, von der Trümmerlandschaft um St. Agatha überPlanung und Erstellung des neuen Kirchenraums bis zur Wiedereröffnung bzw. Weihe des neuen Gotteshauses.

Gerd Jägering, früherer Leiter der Zentralrendantur, heute Ruheständler und engagiertes Vorstandsmitglied im Verein für Orts- und Heimatkunde, hat über Monate aus dem umfangreichen Pfarrarchiv und privater Sammlung hochinteressante Dokumente und teils nie gezeigte Fotos  zusammengestellt.
 
Unterstüzung fand er bei
Josef Ulfkotte, Vors.des Vereins für Orts- und Heimatkunde, und bei ...

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Pfr. Ulrich Franke (re.), hier vor dem Bild des
flandrischen Schnitzaltars von 1520,  zuammen.mit Norbert Hüsken, dem  diese erste Ansicht – seit der Zerstörung – des früheren Hauptaltars von St. Agatha zu danken ist.

Norbert Hüsken, ebenfalls verantwortlich für die Gestaltung und Präsentation, hat mit Mitteln moderner Fototechnik aus verschiedenen Teilansichten ein neues Gesamtbild gefertigt.

Gemeindemitglieder und Besucher finden im Turm und an den Seitenwänden der Kirche Informationen und Abbildungen.

Es bleibt zu wünschen, dass  viele die Gelegenheit zur Rückschau ( bis zum Ende der Sommerferien) nutzen.

Im Folgenden einige 'Appetitmacher'.

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Ganz oben ein Blick vom Markt nach Nordwesten. Zu erkennen das Dekanatshaus. Darunter ein Blick auf das alte Pfarrhaus (an der Vehme) und St. Ursula: Von der früheren St. Agathakirche nur Trümmer und Schutt!    Unten der Entwurf  von Otto Bongartz (imposante Türme), aus Kostengründen verworfen.

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