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Stadt Dorsten

Am 1. Oktober 2003 vor dem 'neuen' Rathaus an der Halterner Straße:

BürgermeisterLütkenhorst über­gibt der Öffentlichkeit die von der SPARKASSE VEST gespon­serte neue Tafel  mit Daten aus 1111 Jahren (890 bis 2001) Dorstener Geschichte.

Im Bild auch  Sparkassen­direktor Feller und Lions des LC Dorsten-Hanse (u.a. Lehrer der Geschichts-AG des Gymnasium Petrinum).

Arnulf von Kärnten, König des Ostfranken­reiches, führt Kämpfe gegen die Normannen und Slawen in Mähren.

890

In den ältesten Urbaren des Klosters Werden sind die Bauernschaften "Durstina" (Gruppensiedlung nördlich der Lippe) und "Durstinon" (Einzel­hofsiedlung südlich der Lippe) bezeugt.Im Bereich der Einzelhof­siedlung "Durstinon" entsteht im 12. Jh. das Kirchdorf Dorsten ("villa Dursten").

Stadtsiegel aus dem 13. Jh.  

1251

Am 1. Juni verleiht der Landesherr, der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden, dem Kirchdorf Dorsten die Stadtrechte (Befestigung des Ortes,Abhaltung von Märkten, Rechtsprechung nach dem Dortmunder Stadtrecht, Selbverwaltung der Bürger).

 

1588

Der zum  Protestantismus übergetretene Kölner Erzbischof will die Lippestadt in seine Gewalt bringen. Die Dorstener Frauen verhindern durch ihren entschiedenen Widerstand die Einnahme der Stadt.

 

1633

Im 30jährigen Krieg erobert Landgraf Philipp von Hessen die Stadt und baut sie zu seinem befestigtem Hauptsitz in Westfalen aus. Acht Jahre später besiegt der kaiserliche Feldmarschall Graf von Hatzfeld die Hessen und gewinnt Dorsten für den Erzbischof von Köln zurück.

 

1815

Nach dem Sturz Napoleons überweist der Wiener Kongress Dorsten an Preußen, in dessen Staatsverband die Stadt 130 Jahre verbleibt. Zunächst gehört Dorsten zum Landkreis Essen, wird jedoch schon 1816 dem neu gebildeten Landkreis Recklinghausen zugeschlagen.

Merian-Stich von 1641

1923

Im Zuge der Ruhrbesetzung marschieren belgische Truppen in Dorsten ein. Wegen der dort gelegenen Zechen und des Bahnhofs verhängen sie auch über Teile von Hervest und Holsterhausen den militärischen Ausnahmezustand. An der Lippebrücke führen die Belgier strenge Kontrollen durch.

 

1929

Die Ämter Altschermbeck, Lembeck werden aufgelöst und in das neu gebildete Amt Hervest-Dorsten eingegliedert. Diesem Amt gehören die Gemeinden Altschermbeck, Erle, Hervest, Holsterhausen, Lembeck, Rhade und Wulfen an.
Die Stadt Dorsten zählt nach der Eingemeindung des Ortsteils Gahlen-Hardt ca. 10.000 Einwohner

 

1937

Um die Ausgaben für die Verwaltung zu senken, ordnet der Regierungspräsident die Eingemeindung der Stadt Dorsten in  das Amt Hervest-Dorsten an.

Alt-Dorsten: Drubbel, zerstört 1945

1943

Das Stadtgebiet wird aus wirtschaftlichen, kulturellen, verkehrs- und siedlungsmäßigen Gründen um die Gemeinden Hervest und Holsterhausen erweitert. Dadurch steigt die Einwohnerzahl Dorstens auf ca. 28.000.

 

1945

Am 9. und 22. März wird die Innenstadt durch Bombenangriffe der Alliierten zu 80% zerstört. Dabei finden mehr als 300 Menschen den Tod.

 

1975

Durch die kommunale Neuordnung bilden die Stadt und die bis dahin selbstständigen Gemeinden Altendorf-Ulfkotte, Lembeck, Rhade und Wulfen sowie die westliche Hardt und Östrich, die Bauernschaft Emmelkamp und Teile der Bauernschaft Ekel die neue Stadt Dorsten.

 

2001

Die Stadt feiert ihr 750jähriges Jubiläum.

 

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