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Station: Zeche Baldur

Baldurstraße, Knappenweg - in Holsterhausen erinnert nicht nur das weithin sichtbare, wenn auch verblasste “BALDUR an die  Zeche zwischen Lippe und Hammbach.

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Luftaufnahme um 1926/27: Blick auf das Zechengelände zwischen der Eisenbahnlinie Wesel/
Schermbeck – Hervest-Dorsten (diagonal von links nach rechts) und Baldurstraße.
(Stadtarchiv)

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Carl Zeiss baut das erste Stereo-Mikroskop.

1897

Die Gewerkschaft Trier beginnt in Holsterhausen mit Bohrungen für die Anlage Baldur.

Der Norweger Roald Amundsen erreicht knapp vor dem Engländer Robert Scott den Südpol. Scott kommt auf dem Rückweg um.

1906

Im Februar erfolgt der erste Spatenstich für die Baldurschächte 1 und 2.
Seine vorläufige Endteufe (722 m ) erreicht Schacht 1 im Jahre 1910. Wegen starker Fließ­sandschichten werden die Abteufungen von Schacht 2 bei 602 m eingestellt.

 

1911

Im ersten Jahr der Kohleförderung werden 4993 t Kohle zu Tage gebracht.

Henry Ford führt in der  Automobilproduktion das Fließband ein.

1913

Die Zeche errichtet in Holsterhausen für ihre Bergleute eine Siedlung mit 60 Häusern. Die Schachtanlage Fürst Leopold in Hervest-Dorsten nimmt die Kohleförderung auf.

Der Vertrag von Versailles wird unterzeichnet.

1919

Die Grubenfelder „Trier I – V"  und „Holsterhausen" werden zum Grubenfeld „Baldur" zusammengelegt, das eine Gesamtgröße von 9,6 km² hat.

 

1924

Im Grubenbetrieb kommen in den folgenden Jahren verstärkt Maschinen zum Einsatz.


Im Grubenbetrieb kommen in den folgenden Jahren verstärkt Maschinen zum Einsatz.

1926

Eine Kohlenwäsche erhöht die Rentabilität und verbessert die Qualität des „schwarzen Goldes“.

Japan besetzt die Mandschurei.

1930/
1931

Aus wirtschaftlichen Gründen wird Baldur still­gelegt und mit dem  Bergwerk Fürst Leopold verbunden.

 

1935

Die Firma Wilhelm Nagel (heute: Wilhelm Nagel GmbH & Co KG) nutzt die ehemalige Kohlen­wäsche als Getreidesilo.

 

1954

Schacht Baldur II wird verfüllt.

In München finden die 20.Olympischen Spiele statt.

1972

Die Ruhrkohle veranlasst den Abbruch der früheren Ziegelei.

 

1991

Schacht Baldur 1 - mit 1328,4 m unter Normal Null der tiefste Schacht des Bergwerks Fürst Leopold/Wulfen – erfährt eine Nutzung als Lüftungsschacht.

 

2002

Nach der Aufgabe des Förderstandortes Fürst Leopold wird auch Schacht Baldur 1 verfüllt.

27. April 2003:

Übergabe der neuen Station.

Die Zeche Baldur hat Urgroß­eltern,  Großeltern mancher Holster­hausener Familien an die Lippe geführt.

H.-Jochen Schräjahr, Hermann-Josef und Lambert Lütkenhorst (Bgm.) erkennen unter den abgebilde­ten  Belegschafts­mitgliedern einige ihrer Vorfahren.

Der Dank des Bürgermeisters gilt vielen, Lehrern und Schüler/innen der Geschichts-AG, Franz-Josef Stevens (VHS) und Annegret Tüshaus (Werbe service), dem LC Dorsten-Hanse, heute besonders der Familie Nagel (Sponsoren der neuen Station)

 

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