

Die 51. Dorstener Geschichtsstation erinnert in Holsterhausen-Dorf an die lange und traditionsreiche Geschichte des Schützenvereins Holsterhausen-Dorf sowie an die Bedeutung des Schützenwesens für das gesellschaftliche Leben in Dorsten.
Mit der neuen Geschichtsstation erhält der Schützenverein nun einen dauerhaften Erinnerungsort an seiner Festwiese. Die Tafel wurde am Donnerstag, 14. Mai, im Rahmen einer kleinen Feierstunde offiziell eingeweiht. Zahlreiche Gäste aus Vereinen, Politik und Bürgerschaft nahmen an der Veranstaltung teil.
Vorsitzender Matthias Vennemann begrüßte die Anwesenden herzlich und freute sich über das große Interesse an dem Projekt. Zu den Gästen gehörten unter anderem Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie Hans-Jochen Schräjahr vom Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten, der die Dorstener Geschichtsstationen seit vielen Jahren mit begleitet.
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Tobias Stockhoff die besondere Bedeutung des Schützenwesens für die Stadt Dorsten. Mehr als 8000 Bürgerinnen und Bürger seien in den Schützenvereinen organisiert. Die Vereine seien nicht nur Träger von Traditionen, sondern auch wichtige Orte des gesellschaftlichen Miteinanders. „Sie stiften Gemeinschaft zwischen Menschen und schaffen Orte der Begegnung“, erklärte Stockhoff. Darüber hinaus übernähmen die Schützenvereine wichtige Aufgaben in der Erinnerungs- und Gedenkkultur, beispielsweise bei der Pflege von Ehrenmalen und historischen Traditionen.
Nach dem Grußwort des Bürgermeisters sprach anschließend Hans-Jochen Schräjahr vom Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten. Mit einem Schmunzeln stellte er fest, dass Bürgermeister Tobias Stockhoff bereits große Teile seiner vorbereiteten Ansprache vorweggenommen habe. Deshalb versprach er den Gästen kurzerhand nur noch eine „kleine Rede aus Sicht des Geschichtsspezialisten“ – und hielt sich auch daran.
In wenigen Worten ging Schräjahr auf die historische Bedeutung des Schützenwesens und die wichtige Aufgabe der Dorstener Geschichtsstationen ein, die Erinnerung an die lokale Geschichte lebendig zu halten. Zum Abschluss wünschte er allen Anwesenden mit einem Augenzwinkern, trotz des wechselhaften Wetters gesund zu bleiben, damit alle „fit für das kommende Schützenfest“ seien und sich niemand erkälte.
Die neue Geschichtsstation zeichnet die Entwicklung des Schützenvereins Holsterhausen-Dorf über mehrere Jahrhunderte hinweg nach. Thematisiert werden unter anderem die erste bekannte Schützenordnung unter Matthias von Westerholt, die schwierige Zeit der Auflösung während der NS-Zeit sowie der Wiederaufbau des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch die große 250-Jahr-Feier im Jahr 2024 mit ihrem eindrucksvollen Festumzug findet auf der Tafel ihren Platz.
Besonders hervorgehoben wird auf der Geschichtsstation die enge Verbindung zwischen Tradition, Heimatpflege und gesellschaftlichem Engagement. Die Tafel soll künftig nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern auch Spaziergängern, Gästen und interessierten Bürgern einen Einblick in die Geschichte des Vereins und des Dorflebens geben.
Realisiert wurde das Projekt gemeinschaftlich durch den Schützenverein Holsterhausen-Dorf, den Lions Club Dorsten-Hanse, den Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten sowie die Stadt Dorsten. Damit wächst das Netz der Dorstener Geschichtsstationen erneut um einen wichtigen Baustein der lokalen Stadt- und Vereinsgeschichte.
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